FOTO WIEN:

DESTINESIA

Eröffnung der Ausstellung
21.3.2019
19 Uhr

Iko Art Space
Piaristengasse 17-18a
1080 Wien

Ausstellung: 22.3.2019 – 6.4.2019, 15:00 -18:00
ArtistTalk: Freitag, 29.3.2019, 19 Uhr

www.iko-art.com

Destinesia ist eine Fotoserie des Medienkünstlers Joerg Auzinger, zu sehen im Rahmen der FOTO WIEN, dem neuen Festival für Fotografie in Wien. Die Bilder der Serie Destinesia sind im Laufe der letzten Jahren entstanden und werden sukzessive durch neue Beiträge erweitert. Iko Art Space zeigt eine Auswahl daraus.

In Destinesia, werden Bildinformationen teilweise durch Montagen und Manipulationen verdichtet und visuelle Geschichten auf höhere Deutungsmöglichkeiten erweitert. Destinesia zeigt Bilder von menschlichen Spuren geprägter Orte und Räume wirft dabei Fragen nach individuellen Wirklichkeiten der Betrachter als zentrales Thema auf. Joerg Auzinger positioniert die Motive seiner Fotoarbeiten zwischen fiktiven Bilderwelten, individueller Assoziationen der Betrachter und Anspielungen an Ikonen visueller Kulturgeschichte. Seine Kodierung von Wahrnehmung fordert dabei schöpferisches Sehen ein. Joerg Auzingers künstlerische Arbeit ist zwischen Kunst, Naturwissenschaft und Technologie angesiedelt und thematisiert das Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Maschine und den gesellschaftlichen Aspekten einer technikbasierten Kommunikationsgesellschaft. In seinen interaktiven Installationen, aber auch in seinen fotografischen Arbeiten analysiert er die Funktion von neuen und alten Medien und deren Konstruktion von Wirklichkeiten und die damit einhergehenden Veränderungen unseres Realitätsbegriffs. Joerg Auzinger ergründet die Besonderheiten von zwischenmenschlicher Kommunikation und die Position des Einzelnen in einer von Medien definierten Gesellschaft und untersucht die Rolle des Menschen im postdigitalen Zeitalter, in dem biologische, kulturelle und digitale Systeme zusammenspielen und thematisiert den Einfluß digitaler Technologien auf kulturelle Veränderungen und das daraus resultierende Bild des Menschen. Die Fotografien Auzingers können als Denkanstoß zu neuen Erkenntnissen über sich selbst, aber auch über den Menschen im Kontext seiner Welt, in die er eingebettet ist, gelesen werden. Durch das stetige Nutzen und Beobachten von Daten und Bildern auf unseren omnipräsenten Bildschirmen wird das Imaginäre zunehmend wichtiger und verändert unseren Blick auf uns selbst und auf die Welt um uns herum. Wir nehmen uns primär über Andere wahr und die Anderen nehmen wir zunehmend über Medien wahr. Die Wahrnehmung des Selbst entsteht somit zunehmend in medialen und virtuellen Räumen. Realität existiert nicht unabhängig von uns Menschen, sondern vielmehr hat jeder Mensch einen Anteil an seiner eigenen Wirklichkeitsgestaltung.

Joerg Auzinger, geboren 1972 in Linz, absolvierte die Abteilung für Audiovisuelle Medienkunst an der Höheren technischen Bundeslehranstalt für Kunst und Design in Graz, studierte Filmregie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien bei Axel Corti, sowie Digitale Kunst bei Peter Weibel. Auzinger ist seit 1992 freischaffender Medienkünstler und lebt in Wien und in Graz.